Yasmina Kupferschmid

No Longer

Foto: Charles Hanil Roberge. © ZHdK.
Foto: Charles Hanil Roberge. © ZHdK.

Die Bachelorarbeit «No Longer» beschäftigt sich mit den langfristigen Potentialen der Verhandlung von Klimawandel und ökologischer Nachhaltigkeit in Videospielen. Basierend auf Erkenntnissen und Strategien der Klimakommunikation verschränkt das Spiel emotionales Storytelling mit strategisch schnellem und absurden Handeln auf Gameplay-Ebene in einem physikbasierten Plattformer, um Awareness für den drohenden Klimakollaps zu erzeugen. Hauptprotagonist ist dabei ein superelastischer Eisbär, der sich durch die schmelzende Arktis stretcht und um sein Überleben kämpft.

Genre:
Physik basierter Platformer

Mentor:innen:
Florian Faller, Nija Böckler

Podcast.

Wie hast du zu deinem Thema gefunden? Wo findest du ganz generell Inspiration für deine künstlerische Praxis?
Bereits in früheren Semesterprojekten haben mich komplexe Themen wie ökologische Nachhaltigkeit beschäftigt. Besonders der Klimadiskurs in Alltag und Politik frustriert mich, da die immer gleichen Argumente und die gleichen Fakten erzählt werden, die meiner Meinung nach niemanden überzeugen. Das hat mich dazu inspiriert, meine Kompetenzen als Game Designerin dafür einzusetzen, dem Klimadiskurs eine neue Perspektive zu geben.

Was macht dein Projekt einzigartig?
In meinem Projekt untersuche ich Strategien der Klimakommunikation und setze sie bewusst im Game ein, um die Wirkung der Message zu verstärken. Es gibt zwar einen grossen Forschungsbereich zu Klimakommunikation, aber wenig in Bezug auf Videospiele. In meinem Spiel kommen Komik und Ernsthaftigkeit auf eine Art und Weise zusammen, die es in Games bisher nur selten zu sehen gab. Mit «No Longer» möchte ich das Potenzial von Videospielen zur Vermittlung von ökologischer Nachhaltigkeit aufzeigen.

Welche technologischen Raffinessen zeichnen dein Spiel aus?
Den Hauptcharakter, ein Eisbär, habe ich mithilfe eines physikbasierten Seil-Systems gestaltet. Das Ziel war es, dass sich der Körper des Bärs ähnlich wie ein elastisches Gummiband verhält. Diese Simulation in Unity hinzukriegen war eine grosse, aber spannende Herausforderung.

Das Studium bietet mir die Möglichkeit, meine Kreativität auszuleben und gleichzeitig mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten. – Yasmina Kupferschmid

Gameplay.

Yasmina Kupferschmid ist eine Game Designerin aus Zürich und engagiert sich für Ökologie und Nachhaltigkeit. Sie ist davon überzeugt, dass die Klimakrise über emotionale Erlebnisse nachhaltig vermittelt werden kann. Deshalb stehen bei ihren Games Spass und Humor immer im Fokus. Am liebsten kreiert sie humorvolle Charaktere und kombiniert sie mit einer spannenden Spielmechanik. Sie wünscht sich, dass die Game-Industrie ihr Potential verstärkt im Sinne des planetaren Wohls einsetzt.

yasmina@kupferschmid.com
@shirleyas_games
yasmina-kupferschmid.ch