
«super dreamy wave catcher boys» ist ein visuell opulentes, glitzerndes Surf-Rhythmus-Game, in dem sich die Spieler:innen ihren Surf-Rivalen stellen und sich ihnen gegenüber beweisen müssen. Das Projekt setzt sich mit der Sehnsucht nach Zugehörigkeit und der Fragilität konditionaler Beziehungen auseinander. Ein Plädoyer wider der Oberflächlichkeit – für mehr Wertschätzung und Individualität im täglichen sozialen Miteinander.
Podcast.
Welche Themen vermisst du in Games?
«The Looker», eine Parodie des Puzzle-Games «The Witness», ist mir in Erinnerung geblieben. Nicht so sehr wegen seines Inhalts, sondern weil mir beim Spielen klar wurde, dass Kritik und Dialog über Games auch in Games selbst existieren können. Ich finde es spannend, wenn sich Games mit ihrem eigenen Kontext auseinandersetzen. Games sind nicht nur Mittel zur Unterhaltung, sondern können auch für Analyse und Reflexion genutzt werden. Es dürfte aber ruhig noch öfter passieren.
Was macht den künstlerischen Ausdruck deines Games aus?
Mein Ziel ist es, sozialen Druck und Überforderung in unserer Gesellschaft durch ästhetische Überreizung und das kitschige Glitzern der Grafik einzufangen. Der Stil vermittelt aber auch meine Persönlichkeit und lässt meine Eigenheiten durchschimmern.
Wie siehst du die Zukunft der Gameindustrie?
Im Moment bin ich pessimistisch. Die Industrie wächst und der Markt wird überschwemmt mit neuen Games, die sich immer ähnlicher sind. Meine Hoffnung ist, dass die Spieler:innen hungrig bleiben nach Erfahrungen, Ideen und Konzepten, die den Intellekt anregen.
Gameplay.
Mich beunruhigt die Normalisierung von KI-Tools in künstlerischen Prozessen. – Damian Gierer
