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Luca Imesch & Anja Irniger

Multifarious

Ein Myzel überlebt und gedeiht, indem es sich ausbreitet und mit seiner Waldumgebung eine Symbiose eingeht. Die Spieler:innen steuern jeweils einen kleinen beweglichen Teil des selben Pilzgeflechts und müssen diesen mit verschiedenen natürlichen Ressourcen verbinden, um so das Myzel zu erweitern. Natürliche Feinde nähern sich regelmässig und versuchen, den Pilz zu fressen.

Genre:
Survival, Roguelike

Gameplay-Video.

Wie habt ihr zum Thema von «Multifarious» gefunden?
Anja: Eine Freundin hatte mir das Buch «Entangled Life» von Merlin Sheldrake geschenkt. Es hat mein Interesse an der Welt der Pilze geweckt. Ich war überwältigt und wollte mich unbedingt vertieft damit auseinandersetzen.
Luca: Bei vielen Multiplayer-Spielen ist der Multiplayer-Faktor eher Nebensache und die Zusammenarbeit steht nicht im Vordergrund. Oft kann man sich einfach nebeneinander setzen und spielen, ohne ein Wort zu wechseln. «Multifarious» wollte ich entwickeln, um eine tiefgehende Auseinadersetzung mit dem Multiplayer-Genre zu leisten. Ich wollte herausfinden, wie ein Spiel gestaltet sein muss, um einen Diskurs zwischen den Spieler:innen entstehen zu lassen und die Kooperation in den Vordergrund zu rücken.

Welcher Aspekt in der Entwicklung war besonders herausfordernd?
Luca: Da wir uns für das Mycelium als Thema und als Hauptcharakter entschieden haben, war es eine besondere Herausforderung, seinen Eigenschaften und seinem Verhalten gerecht zu werden. Die technische Umsetzung eines organischen, sich ausbreitenden Verhaltens in Kombination mit der Logik, die es beinhalten muss, um das Spiel zum Laufen zu bringen, war die grösste Hürde.

Gibt es ästhetische Aspekte, die ihr hervorheben möchtet?
Anja: Der Art-Style soll es den Spieler: innen ermöglichen, selbst Teil eines Fungi-Netzwerkes zu werden und dessen Lebendigkeit und Intelligenz zu erleben. Der Fokus des visuellen Stils dreht sich somit hauptsächlich um die Darstellung des Myceliums – um seine Plastizität, Bewegungen und «Sinne».

Primär wollten wir eine interessante wie lehrreiche Arbeit für unser Portfolio erstellen. Wir halten uns allerdings auch die Möglichkeit offen, dieses Projekt weiterzuverfolgen.

Videointerview.

Nachdem Luca Imesch mit seinem Bachelor in Elektrotechnik eine gute technische Basis gelegt hatte, wollte er seiner Leidenschaft nachgehen und sich im Bereich Game Design weiterbilden. Besonders interessiert er sich für die Programmierung, sowie die Mechaniken und Regeln, nach denen Games funktionieren. Er hinterfragt sie bei bestehenden Games, um besser zu verstehen, warum welche Designentscheidungen getroffen wurden.

luca-imesch@hotmail.ch
lucaimesch.ch


Anja Irniger entschied sich nach ihrer Ausbildung zur Grafikerin, ihr gestalterisches Wissen im Bereich des Game Designs zu vertiefen und zu erweitern. Während des Studiums faszinierte sie die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten und die Symbiose zwischen Design, Technik und dem Aufbau einer Erzählung. Die Möglichkeiten, die diese Teilbereiche mit sich bringen, nutzt sie nicht nur für die gestalterische Umsetzung, sondern bereits für die Ideenfindung. In der Freizeit gestaltet Anja ihre eigene Kleidung sowie Sticker, Schmuck und Pins, die sie in ihrem Onlineshop oder an Conventions verkauft.

anja.irniger@hotmail.com
anja-irniger.com
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