Muriel Ackermann

Laundrotastic

Foto: Charles Hanil Roberge. © ZHdK.
Foto: Charles Hanil Roberge. © ZHdK.

«Laundrotastic» ist ein Cozy-Management-Game in Soft-Color-Ästhetik. Die Spieler:innen finden sich in einem Waschsalon wieder und sind dazu aufgefordert – ganz in ihrer eigenen Geschwindigkeit – Aufträge für ihre Kund:innen auszuführen. Mittels eines eigens entwickelten Pace-Systems soll «Laundrotastic» allen Spieler:innen eine stimmige Erfahrung ermöglichen: Mechaniken, Narration und UI passen sich dynamisch den individuellen Interaktionsmustern an. Wasche, bügle und falte für deine Kund:innen. Schalte Upgrades frei und stelle dich Challenges oder dekoriere dein Geschäft und adoptiere eine Katze.

Genre:
Cozy-Management-Game

Mentor:innen:
Dr. Beat Suter, Hiloko Kato

Podcast.

Was ist der Art Style deines Games?
Ich habe mich für eine handgezeichnete Soft-Color-Pastel-Ästhetik entschieden, weil sie das Gefühl trifft, das ich vermitteln möchte: gemütlich und liebevoll, ohne perfekt sein zu müssen. Die handgezeichnete Linienführung gibt jedem Element eine kleine Unregelmässigkeit, die es einzigartig macht.

Wie hast du zu deinem Thema gefunden? Wo findest du ganz generell Inspiration für deine künstlerische Praxis?
Zum Thema kam ich durch mein eigenes Spielverhalten. Beim Spielen von Cozy Games ist mir aufgefallen, dass ich trotz entspannter Grundstimmung schnell ins Optimieren rutsche und mir selbst Druck mache. In Online-Foren habe ich gesehen, dass es vielen so geht. Daraus entstand die Idee, ein Spiel zu entwerfen, das beide Spielstile gleichwertig zulässt. Das Setting eines Waschsalons habe ich gewählt, weil es sowohl zu einem effizienten Management-Stil als auch zu einem ruhigen Cozy-Gaming passt. Inspiration suche ich grundsätzlich überall: in Alltagsbeobachtungen, beim Spielen anderer Games und in kleinen Momenten, die ich in meiner Umgebung wahrnehme.

Warum hast du dich für ein Studium im Bereich Game Design entschieden?
Games sind für mich das spannendste Medium, das es gibt. Sie verbinden Geschichte, Bild, Klang und Interaktion auf eine Weise, wie es keine andere mediale Darstellungsform schafft. Mich fasziniert besonders die Möglichkeit, durch interaktive Erfahrungen Emotionen bei anderen Menschen auszulösen, sie zum Lachen, zum Nachdenken oder einfach zum Spass haben zu bringen. Das ist für mich die ultimative Form kreativer Arbeit.

Ich wünsche mit eine kulturelle Verschiebung in Bezug auf Games. Sie sollen nicht mehr als kindischer oder belangloser Zeitvertreib abgetan werden, sondern stärker anerkannt werden: als digitaler Treffpunkt, der Raum bietet zur Entspannung und als vollwertiges kreatives Medium. – Muriel Ackermann

Gameplay.

Schon als Kind habe ich fiktive Welten gezeichnet. Während der Matura kam dann das Gamen dazu. Es erschloss mir einen neuen sozialen Kreis und zeigte, wie Welten über den Bildrand hinaus erlebbar werden. Quasi aus dem Nichts eine Welt zu erschaffen hat für mich etwas Magisches. Seitdem möchte ich Game Design als Beruf ausüben. Ich sehe in Spielen nicht nur Unterhaltung, sondern soziales und pädagogisches Potenzial und möchte Welten erschaffen, die Menschen verbinden und ihnen Freude bereiten.

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