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Kein Kino mit Sehsucht Berlin zum Thema Music Experiences in der virtuellen Realität am Beispiel von Reminder von Moderat

Hiermit möchten die Fachrichtung Game Design herzlich am 10. April 2017, um 18:00 Uhr, zur interdisziplinären Vorlesungsreihe Kein Kino ins Kino Toni einladen. Christopher Lenz (Senior Producer, Sehsucht Berlin) präsentiert die Entwicklung des VR-Musikclips zum Song «Reminder» von Moderat. Das interaktive Szenario spielt in einer dystopischen, grauen, verlassenen Landschaft. Protagonist ist ein rebellierender Teenager, der unermüdlich Kristalle in der Landschaft erntet und diese als eine Art Schutzgeld einer Gottheit überbringt. Die Gottheit lebt in einem gutbewachten Schrein, der von Menschen mit grün leuchtenden Masken umstellt ist. Das Überbringen der Kristalle fordert den Teenager jedes Mal aufs Neue heraus, da er stets einer Armee von Drohnen ausweichen muss, die ihn unter Beschuss nehmen. Der Spieler wird in diese Fiktion hineinversetzt und fühlt sich mittels VR-Technologie in die Welt des Teenagers und die grundlegend destruktive Grundstimmung des Spielortes ein.

Die ursprüngliche Idee zur Verlagerung eines Musikclips in die virtuelle Realität sowie die Verstärkung der Erfahrung durch den Rückgriff auf Game-Ästhetik und anverwandte Technologien stammt von der Schmiede Pfadfinderei - dem langjährigen Produktionspartner von Moderat. Sehsucht Berlin wurde schliesslich als Umsetzungspartner hinzugezogen. Mate Steinforth und Team entwickelten vor allem das bildgetriebene, starke Narrativ und addierten die gesellschaftspolitische Note, die die interaktive Erfahrung begleitet und zur Reflektion anregt.

Vortragssprache: Englisch

Kein Kino

Die disziplinübergreifende Vorlesungsreihe Kein Kino richtet sich an ein interdisziplinäres Publikum. Im Fokus der Reihe steht die Auseinandersetzung mit Haltungen und künstlerischen Praktiken, die dem Medien-, Musik- und Design-Diskurs entlehnt sind. Die Vorlesungsbeiträge der Fachrichtung Game Design laufen unter dem Thema Don't walk the line: Variations of Play und diskutieren das Potential von experimentellen, immersiven Räumen in Verbindung mit Storytelling und Technologie. Es sind solche Projekte an der Schnittstelle von Design, Theater, Performance und Medienkunst von Interesse, die innovative Raumpositionen und Weltsichten formulieren, Körper und Geist in gewisser Weise mittels Technologie/Kostüm verlängern und damit neue Perspektiven auf scheinbar Alltägliches offenbaren. Die internationalen Gäste diskutieren in ihren Hands-On-Vorlesungsbeiträgen, inwiefern es neue Technologien und interaktive, partizipative Umgebungen vermögen, gesetzte Normen, Regeln und Grenzziehungen im Spiel zu verschieben und damit Menschen nachhaltig zum Handeln zu motivieren. Die Vorlesung stellt Projekte vor, die innovative Raumpositionen und Handlungsaufforderungen formulieren, neue Erzählstrategien entwickeln und Technologie mehr zur Bewusstseinserweiterung, Exploration und Reflexion eines Themas als ausschliesslich zur Zerstreuung einsetzen.

Leitung: Maike Thies (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Game Design)

Beteiligte: Olav Lervik (Tonmeister, Musik), Martin Jaeggi (Dozent, Kunst & Medien), Ian Wooldridge (Assistent, Kunst & Medien) und Martin Zimper (Fachrichtungsleitung Cast / Audiovisuelle Medien).

Die Vorlesungsbeiträge sind öffentlich. Interessierte sind herzlich willkommen. Ein Angebot des Bachelor of Arts in Design.