



Im Forschungs- und Entwicklungsbereich Serious Games analysieren wir prinzipielle Funktions- und Wirkungsweisen von Spielen in anderen, ernsthaften kulturellen oder wissenschaftlichen Zusammenhängen. Dabei wirken wir auf eine gelungene Synthese von Wissens- oder Trainingsinhalten und Spielprinzipien - als für den Erfolg entscheidende Kriterien eines Serious Games - hin. Auf Basis von Methoden der Design-Forschung evaluieren und ermitteln wir Erfolgsfaktoren dieser Applied Games in der Praxis.
Im Zentrum der Forschung stehen beispielsweise konkrete Fragestellungen nach den Mustern von Serious Games, die in der Medizin oder in der Wirtschaft erfolgreich eingesetzt werden sollen. Wie liesse sich in diesen Disziplinen durch klassisches, spielerisches Ausprobieren Wissen erarbeiten und verbreiten?
In der Studienvertiefung Game Design besteht seit Januar 2010 ein eigener Schwerpunkt zur Forschung und Entwicklung von Serious Games. Der Schwerpunkt ist thematisch in das BA- und MA-Curriculum der Studienvertiefung integriert und bietet dort entsprechende Lehrmodule und Projekte an. Gleichzeitig eröffnet der Forschungsschwerpunkt den Dozenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern der Studienvertiefung die Möglichkeit, zur Thematik von Serious Games forschend und entwickelnd tätig zu werden. Die Leitung und Organisation des Forschungsschwerpunkts liegt bei Dipl.-Psych. Cornelius Müller.
Der Forschungs- und Entwicklungsbereich Serious Games steht in Kooperationsprojekten Partnern aus Wissenschaft und Industrie offen. Aktuell werden folgende Projekte verfolgt:
Entwicklung eines edukativen Online Game zur Förderung kritischer Medienkompetenz im Internet bei Primarschülern. Das Spiel ist zugleich medienpädagogisches Studienobjekt im Hinblick auf seine Eignung als Lehrmittel. Das Einsatzgebiet des Spiels ist thematisch dank seines integrierten Editors nicht eingeschränkt.
Kooperationspartner: Pädagogische Hochschule Zentralschweiz
Game Based Rehabilitation for Lokomat®. Weiterentwicklung des Rehabilitationsspiels zur Motivation von Kindern in der Roboter-gestützten Physiotherapie.
Kooperationspartner: Universitätskinderkliniken Zürich; Sensory Motor Systems Lab / ETH Zürich; Neuropsychologisches Institut der Universität Zürich; Hocoma AG
Entwicklung eines Serious Game zur Therapie der unteren Gliedmassen bei Patienten mit Rückgratverletzung.
Kooperationspartner: Institut für Neuroinformatik der ETH Zürich / Universität Zürich
Innovative Movement Therapy in Childhood. Entwicklung computerspielgestützter, flexibler Therapiekonstellationen in der motorischen Rehabilitation.
Kooperationspartner: Universitätskinderkliniken Zürich; Sensory Motor Systems Lab / ETH Zürich; Neuropsychologisches Institut der Universität Zürich; Institut für Neuroinformatik der ETH Zürich / Universität Zürich
International Normal Aging and Plasticity Imaging Center. Entwicklung einer (Serious) Mini Game Suite zur Erforschung der Neuroplastizität im Alter im Rahmen der Prospective longitudinal study of cognitive plasticity in old age – ProCog.
Kooperationspartner: Neuropsychologisches Institut der Universität Zürich
Prototyp zur Nachwuchsförderung in naturwissenschaftlichen Studiengängen an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Das Serious Game adressiert im Besonderen Primarschülerinnen bis 13 Jahre.
Kooperationspartner: Stelle für Chancengleichheit von Frau und Mann EQUAL! der ETH Zürich
Studie und Publikation zu moralbasierten Spielmechanismen und zum Einsatz von Serious Games in der empirischen Moralforschung.
Kooperationspartner: UFSP Universitärer Forschungsschwerpunkt Ethik / Universität Zürich

Gabarello erleichtert besonders jungen Rehabilitations-Patienten die Therapie im Reha-Roboter. Die Motivation zur aktiven Teilnahme an der Therapie wird durch ein stressfreies, freundliches Spiel-Szenario begünstigt.